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[Bildunterschrift: EnBW ]
Mit 5,4 Millionen Kunden ist der baden-württembergische Energiekonzern EnBW die Nummer drei auf dem deutschen Markt. Jetzt hat das Unternehmen vom Bundeskartellamt grünes Licht für eine Beteiligung an dem oldenburgischen Energieunternehmen EWE (Energieversorger Weser Ems) erhalten. Erfüllen beide Unternehmen die geforderten Auflagen, übernimmt EnBW 26 Prozent des Grundkapitals von EWE. Der Einstieg erfolgt in Form eines Aktienskaufs und einer Kapitalerhöhung.
An den Einstieg jedoch sind Auflagen geknüpft. So müssen sich die Unternehmen von gemeinsamen Aktivitäten im Gasbereich trennen. Denn die Wettbewerbshüter aus Bonn befürchten, dass es ansonsten zu einer marktbeherrschenden Position von EnBW und EWE speziell in Ostdeutschland kommen könnte. Für den Strommarkt dagegen befürchtet die Behörde keine Wettbewerbsverzerrung durch den neuen Großanbieter. Die Voraussetzungen für den EnBW-Einstieg sind erfüllt, wenn EWE sich von dem Beteiligungsunternehmen Verbundnetz Gas (VNG) trennt, oder EnBW sein Beteiligungsunternehmen GESO aufgibt.
Die endgültige Entscheidung wird bis zum 15. September gefallen sein. Bis dahin muss das Bundeskartellamt darüber entschieden haben, ob EnBW die EWE-Anteile (47,9 Prozent) an der Leipziger VNG direkt übernehmen darf.
EWE hat sich in den vergangenen Jahren von einem reinen Energieanbieter zu einem Multiservice-Unternehmen für Energie, IT und Telekommunikation gewandelt. Seit Anfang 2007 ist der Konzern aus dem norddeutschen Oldenburg auch auf dem türkischen Energiemarkt sehr aktiv.
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