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Die Bahn und das Bundesverkehrsministerium haben Bilanz über die Verwendung der Mittel aus den Konjunkturprogrammen des Bundes gezogen, die 2008 und 2009 im Zuge der weltweiten Finanzkrise beschlossen worden waren. Sowohl Bahnchef Rüdiger Grube als auch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer zogen ein positives Fazit.
[Bildunterschrift: Ziehen eine positive Bilanz: Bahnchef Grube (links) und Verkehrsminister Ramsauer ]
"Innerhalb von drei Jahren konnte mit den Bundesmitteln fast die Hälfte der Bahnhöfe in Deutschland modernisiert werden", sagte Ramsauer bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Grube am Nürnberger Hauptbahnhof. Zudem seien zahlreiche Strecken ausgebaut und der Lärmschutz an der Schiene verbessert worden. "Diese Investitionen bedeuten spürbare Verbesserungen für die Bahnkunden und machen die Bahn noch attraktiver", so der Minister.
960 Millionen Euro standen für Maßnahmen im Streckennetz der Bahn zur Verfügung, 325 Millionen Euro für Bahnhöfe. Sie wurden unter anderem für die Sanierung von Bahnhöfen, die Installation von Anzeigetafeln oder besseren Wetterschutz an Bahnsteigen verwendet. Nach Angaben der Bahn haben 2100 der rund 5400 Personenbahnhöfe von dem Programm profitiert.
"Wir sind auf das Geleistete sehr stolz", sagte Bahn-Chef Grube. Von den Verbesserungen profitieren den Angaben zufolge vor allem Reisende in ländlichen Gebieten. "Ein besonderer Schwerpunkt des Konjunkturprogramms lag auf der Modernisierung kleiner und mittlerer Bahnhöfe", sagte Grube.
[Bildunterschrift: Der Bahnhof ins Konstanz ist einer derjenigen, die besonders profitiert haben. Er wurde umfassend saniert. ]
Auch der Fahrgastverband Pro Bahn bewertet das Programm grundsätzlich positiv. Die Gelder seien überwiegend in Maßnahmen geflossen, von denen die Fahrgäste spürbar profitieren würden. Ein Pro-Bahn-Sprecher betonte in der "Süddeutschen Zeitung" aber zugleich, dies seien Maßnahmen, die "selbstverständlich zu einem guten Service dazu gehören". Daher stelle sich die Frage, wie solche Maßnahmen in Zukunft finanziert werden sollen, wenn es keine solchen Konjukturprogramme mehr gebe.
Bahnchef Grube kündigte für die kommenden Jahre weitere Verbesserungen an. "Bis 2014 erhalten fast alle Bahnhöfe einen Wetterschutz", sagte er. Reisende könnten sich bis 2015 zudem an 2500 weiteren Bahnhöfen über digitale Schriftanzeigen informieren. "Es muss jetzt weitergehen", sagte Grube. "Die Bahnhöfe sind das Tor zur Bahn, deshalb wollen wir die Attraktivität der Bahnhöfe weiter verbessern."
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