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Der entmachtete honduranische Präsident Manuel Zelaya hat vergeblich versucht, in seine Heimat zurückzukehren. Als seine Maschine den Flughafen der Hauptstadt Tegucigalpa ansteuerte, blockierte die Armee die einzige Start- und Landebahn. Zelaya flog daraufhin nach Nicaragua und anschließend nach El Salvador weiter. An Bord der Maschine befinden sich auch der Präsident der UN-Vollversammlung, Miguel D'Escoto Brockmann aus Nicaragua, und einige Botschafter.
Zelaya kündigte im Rundfunksender Telesur bereits an, im Laufe des Tages oder am Dienstag erneut zu versuchen, nach Honduras zurückzukehren.
Zuvor waren bei Zusammenstößen zwischen Zelaya-Anhängern und Sicherheitskräften am internationalen Flughafen offenbar zwei Menschen getötet worden. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die Polizei mit. Das Rote Kreuz berichtete dagegen von 30 Verletzten.
Die Lage am Flughafen war kurzzeitig eskaliert, als Hunderte Demonstranten versuchten, auf das abgeriegelte Gelände vorzudringen. Die Polizei setzte Tränengas gegen die Zelaya-Anhänger ein. Inzwischen soll sich die Menge aber aufgelöst haben.
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Zelaya war am Sonntag vergangener Woche gestürzt und vom Militär außer Landes gebracht worden. Die neue Regierung wirft ihm vor, die Verfassung mehrmals gebrochen zu haben und eine Diktatur errichten zu wollen.
[Bildunterschrift: Musste nach El Salvador ausweichen: Der gestürzte Präsident Zelaya. ]
Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) hatte Honduras wegen des Putsches vorerst ausgeschlossen. OAS-Generalsekretär José Miguel Insulza hatte während der Sondersitzung vor einer Zuspitzung der Lage in Honduras gewarnt. Er riet Zelaya, von einer Rückkehr nach Honduras vorerst Abstand zu nehmen. "Es gibt Risiken und es existiert das Risiko, festgenommen zu werden", sagte Insulza. "Es könnte zu Unruhen kommen, das ist keine sichere Rückkehr", fügte er hinzu.
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