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Ausland
Amnesty wirft Israel und Hamas Kriegsverbrechen vor
Bericht von Amnesty International zum Gaza-Krieg

Scharfe Kritik an Israel und Hamas

Die Menschenrechtsorganisation amnesty international hat Israel und der radikal-islamischen Hamas Kriegsverbrechen während der Offensive im Gazastreifen vor einem halben Jahr vorgeworfen.

Rauchschwaden steigen über Häusern im Gazastreifen auf (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Rauchschwaden steigen über Häusern im Gazastreifen auf: Amnesty wirft Israel mutwillige Zerstörung vor. (Archiv) ]
Israel habe den palästinensischen Gazastreifen während der dreiwöchigen Offensive mutwillig zerstört, kritisierte die in London ansässige Menschenrechtsorganisation. In einem Bericht hieß es, israelische Streitkräfte hätten während des dreiwöchigen Einsatzes Hunderte unbewaffneter Zivilisten getötet und Tausende von Häusern zerstört. Besonders kritisiert wurde der Einsatz wenig präziser Artilleriegranaten und der Gebrauch von weißem Phosphor in dem dicht besiedelten Gebiet.

Kritik an Raketenangriffen

Die im Gazastreifen regierende Hamas wurde von amnesty wegen ihrer Raketenangriffe auf Ziele im Süden Israels kritisiert. Hamas und andere militante Gruppen feuerten Hunderte von Raketen auf Zivilisten im israelischen Grenzgebiet. Dabei kamen drei Israelis ums Leben. Es gebe aber laut amnesty keine Belege dafür, dass die palästinensischen Extremisten während der Angriffe Zivilisten als menschliche Schutzschilde missbraucht hätten.

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Amnesty forderte als Schlussfolgerung des 117 Seiten umfassenden Berichts ein internationales Waffenembargo gegen Israel und die im Gazastreifen herrschende Hamas. Die Verantwortlichen müssten vor Gericht gebracht werden.

Bei der Offensive, die am 18. Januar endete, waren mehr als 1400 Palästinenser getötet und etwa 5000 weitere verletzt worden. Außerdem sind Tausende Wohnhäuser zerstört worden.

Stand: 02.07.2009 09:02 Uhr
 

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